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SMO - eine fulminante Idee wird Wirklichkeit!

Hj. Stocker
Wädenswil



Im Zeitraffer ganz kurz: 1959 findet in Rumänien zum ersten Mal eine Internationale Mathematik-Olympiade (IMO) statt; es nehmen sieben (damalige) Ostblockstaaten daran teil. 1991 macht die Schweiz erstmals mit; Bea Wollenmann (Rüti / Kantonsschule Zürcher Oberland) holt sich in Schweden - als einzige CH-Teilnehmende übrigens! - auf Anhieb eine Bronzemedaille. Bis im Jahre 2000 ist sie anschliessend für die Vorbereitungen und den Aufbau des Schweizerteams verantwortlich. Personell unterstützt wird sie dabei von Alain Valette (Uni Neuchâtel), Silvie Conod (Gymnase de la Cité, Lausanne), Hansjürg Stocker (Freies Gymnasium Zürich) und von diversen Ehemaligen.

2001 übernehmen die beiden ETH-Studenten Lorenz Reichel (Organisatorische Gesamtleitung) und Thomas Huber (Akademische Leitung) diese verantwortungsvolle Aufgabe. Sie kehren 1999 von der IMO in Bukarest ebenfalls mit je einer bronzenen Auszeichnung zurück und beide werden sie diesen Sommer ihr Mathematikstudium an der ETHZ abschliessen. Ihnen zur Seite steht zur Zeit Daniel Sprecher, auch er ein ehemaliger Medaillengewinner, der unter anderem die IMO-Homepage verwaltet. Nach verstärkter Werbung melden sich im Jahre 2003 erstmals über 170 Interessierte zu den ersten Vorbereitungstreffen; Vorselektionen werden nötig.

Im Jahre 2004 ist's endlich soweit: der lang gehegte Wunsch, eine eigene Landesolympiade durchzuführen wird Realität! Im April dieses Jahres findet das erste Mal eine Schweizerische Mathematik Olympiade statt, die 1. SMO. Anlässlich der Preisverleihung im altehrwürdigen ``AudiMax'' an der ETHZ erhalten am letzten Aprilsamstag zwölf Gymnasiastinnen und Gymnasiasten eine der begehrten Medaillen; zwei erhalten je eine goldene Auszeichnung, vier eine silberne und die restlichen sechs je eine bronzene Medaille. Überreicht werden diese von Prof. Dr. Max Knus, der in seiner Laudatio auf die wichtige Rolle und grosse Tradition der Mathematik an der ETHZ hinweist. Aus dem Dutzend jener, die eine Medaille gewonnen haben, werden schliesslich durch weitere harte Selektionen jene 6 Glücklichen ausgewählt, welche die Schweiz in diesem Sommer an der 45. IMO in Athen vertreten werden.

Die beiden Goldmedaillengwinner Markus Sprecher (Grabserberg) und Reto Locher (Grabs) lösten die nachfolgenden Olympiade-Aufgaben mit Abstand am besten; sie erreichten 56 bzw. 52 von maximal 70 Punkten. Die Publikation von Lösungen zu diesen Aufgaben der 1. SMO sind für ein nächstes Bulletin vorgesehen. Zusätzliche und stets aktuelle Hintergrundinformationen und diverse 'Links' zur IMO und zur 1. SMO sind unter www.imosuisse.ch zu finden.